LEBENSLAUF
Klassische Musikerin
zu sein bedeutet für mich, Zeitloses und Neues zu schaffen.
JOHANNA BEISTEINER
Klassische Gitarristin, Sängerin & Schauspielerin
Johanna Beisteiner ist eine international renommierte Konzertgitarristin und Sängerin. Darüber hinaus widmet sie sich dem Komponieren, Arrangieren, Schreiben und Schauspielern.
Als Solistin gastierte Beisteiner unter anderem im Wiener Musikverein, an der Philharmonie Sotschi, im Palast der Künste Budapest, beim Internationalen Barockfestival Valletta und im Teatro della Concordia (Italien). Außerdem spielte sie Gitarrenkonzerte mit verschiedenen Orchestern, darunter den Budapester und Sotschier Symphonikern, dem Malta Philharmonic Orchestra, der Grazer Kammerphilharmonie und dem Budapester Streicherkammerorchester. Dabei arbeitete sie mit renommierten Dirigenten wie Michelle Castelletti, Béla Drahos, Achim Holub und Oleg Soldatov zusammen.
Im Herbst 2022 präsentierte Beisteiner im Rahmen einer USA-Tournee ihre One-Woman-Show Farkas in America – ein besonders abwechslungsreiches Programm mit Musik, Tanz und Gedichten von Karl Farkas. Eine zweite Nordamerika-Tour sowie das Eröffnungsprogramm eines Ingeborg-Bachmann-Zykluses in der Maison Heinrich Heine in Paris folgten im Herbst 2023.
2026 veröffentlichte Beisteiner ihr erstes Buch im Margarete Tischler Verlag: Zwischen Melbourne und Wien, eine literarische Erzählung, die historische Fragmente aus dem Leben des österreichischen Diplomaten Carl Ludwig Pinschof und seiner Frau, der Opernsängerin Elise Wiedermann, in Australien um die Wende zum 20. Jahrhundert miteinander verwebt.
Johanna Beisteiners künstlerisches Schaffen beschränkt sich nicht auf die Interpretation des gängigen Repertoires, sondern umfasst auch die Erweiterung des Repertoires für klassische Gitarre durch die Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten und die Schaffung eigener Werke. In ihren Programmen, die häufig einem bestimmten Thema gewidmet sind, verbindet sie auf individuelle Weise instrumentale, vokale, tänzerische und literarische Elemente. Dabei lotet sie einerseits neue Möglichkeiten des künstlerischen Ausdrucks aus und demonstriert andererseits die Vielseitigkeit der klassischen Gitarre als Solo- und Begleitinstrument in einem Repertoire, das unterschiedlichste Epochen und Stilrichtungen umfasst.
Johanna Beisteiner brachte mehrere Kompositionen von Robert Gulya und Eduard Schafranski zur Uraufführung. Gulya ließ sich von ihr zu einem Gitarrenkonzert und weiteren Werken für verschiedene Ensembles inspirieren. Der maltesische Komponist Reuben Pace wählte Beisteiner als Solistin für die Uraufführung seines Concertino für Gitarre, Cembalo und Orchester, die 2017 im Teatru Manoel in Valletta stattfand. Aus ihrer weiteren Zusammenarbeit ging 2019 die Uraufführung von Paces Mdina Suite für Gitarre solo im Wiener Musikverein hervor.
Eine Reihe von Aufnahmen mit klassischem und zeitgenössischem Repertoire erschien beim Label Gramy Records. Neben ihrem Schwerpunkt auf klassischer Musik sammelte Beisteiner auch Erfahrungen im Bereich der populären Musik, unter anderem durch Tonaufnahmen für die Filme Truce (USA, 2004) und S.O.S. Love! (Ungarn, 2007).
Bereits als Sechzehnjährige begann Beisteiner 1992 ein Instrumentalstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Gleichzeitig maturierte sie 1994 an einem Gymnasium mit Schwerpunkt Fremdsprachen in ihrer Geburtsstadt Wiener Neustadt. Nach ihrem Diplom 1999 unternahm sie erste Konzertreisen ins Ausland, unter anderem trat sie mehrmals im Teatro della Concordia (Italien), dem Jekaterinburger Dom Aktjora (Russland) und im Rahmen von Veranstaltungen zur Revitalisierung des Berliner Schlosses Hohenschönhausen auf. Parallel zu ihren ersten künstlerischen Projekten promovierte Beisteiner 2005 mit einer Dissertation zum Thema „Kunstmusik im Eiskunstlauf, Synchronschwimmen und in der rhythmischen Gymnastik“. Ergänzend zu ihrer akademischen Ausbildung nahm sie Privatunterricht bei verschiedenen Lehrern und Coaches in Gesang, Tanz und Schauspiel.
Neben ihrer Konzerttätigkeit unterrichtet Johanna Beisteiner klassische Gitarre an den Wiener Volkshochschulen und gibt Meisterkurse.
Auszeichnungen
* 2008: Kristalltrophäe 200 Jahre Teatro della Concordia (Italien)
* 2011: Ehrenmitgliedschaft beim Förderverein Hohenschönhausen Castle in Berlin (Deutschand)
* 2016: Premio Teatro della Concordia (Italien) für die Eigenkomposition „Don Quijote-Fantasie“