Don Quijote

Foto Don Quijote

Gitarre solo, seit 2016

Dieses mit dem Premio Teatro della Concordia 2016 ausgezeichnete Solokonzert gestaltete Johanna Beisteiner zu Ehren des bedeutenden Wiener Komponisten Ludwig Minkus (1826-1917), der einen Ballettklassiker nach dem Roman Don Quijote von Miguel de Cervantes kreierte. Dieses Ballett ist bekannt für seine temperamentvollen spanischen Tänze sowie lyrischen Melodien und zählt bis heute zu den beliebtesten Werken seiner Art. Johanna Beisteiner stellt in ihrer jüngsten Eigenkomposition, einer Fantasie nach Themen des Balletts von Minkus, eine für das Repertoire der Gitarre außergewöhnliche Verbindung zwischen österreichischer und spanischer Musik her. Darüber hinaus sind die Saisonen 2016/17 in Zusammenhang mit Don Quijote in mehrfacher Hinsicht Gedenkjahre: 2016 begehen wir das vierhundertste Todesjahr von Cervantes sowie das hundertneunzigste Geburtsjahr von Minkus, 2017 ist das hundertste Todesjahr von Minkus. Die weiteren Programmpunkte des Rezitals bestehen aus selten aufgeführter österreichischer, spanischer und südamerikanischer Musik.

Programm:

  • Johanna Beisteiner (*1976): Don Quijote-Fantasie nach einem Ballett von Minkus Audio MP3
  • Anton Diabelli (1781-1858): Sonate in C-Dur, op.29/1
  • Agustín Barrios (1856-1944): Walzer op. 8
  • Miguel Llobet (1878-1938): Katalanische Lieder Audio MP3
  • Miguel Llobet (1878-1938): Variationen über ein Thema von Sor, op. 15

Facetas de Tango

Foto Facetas de Tango

Musik, Tanz und Literatur. Mit Jorge Talquenca und Mathias Kahler-Polagnoli, seit 2016

In Facetas de Tango werden die Grenzen zwischen Musik, Literatur, Schauspiel und Tanz aufgelöst, wodurch das Publikum den Tango in all seinen künstlerischen Facetten im Rahmen einer Veranstaltung erleben kann. Zu Musik von Astor Piazzolla, Francisco Tárrega, Carlos Gardel, Manuel Jóves und Eduardo Arolas sowie Texten von Jorge Luis Borges, Horacio Ferrer, Homero Manzi und Stefan Zweig erzählen die Akteure von der Verschmelzung der europäischen mit der südamerikanischen Kultur. Ebenso durchleuten sie die einstigen wie heutigen Männer- und Frauenbilder im Tango und überraschen dabei durch ihre vielfältigen Rollen. Johanna Beisteiner hat die Musik für diese Veranstaltung arrangiert und einige Texte selbst verfasst.

Concerto italiano

Gitarre solo und mit Orchester (oder Klavier), seit 2015

In Concerto Italiano spielt Johanna Beisteiner virtuose italienische Werke aus dem frühen 19. Jahrhundert, die für die Entwicklung der Gitarre zum Soloinstrument von besonderer Bedeutung sind. Zu jener Zeit wurde von Gitarristen aus Südeuropa der Grundstein für die moderne Spieltechnik gelegt. Niccolò Paganini, den meisten als Violinvirtuose und Komponist bekannt, war auch ein hervorragender Gitarrist und hinterließ für dieses Instrument eine Reihe von Werken. Seine Große Sonate in A-Dur wurde ursprünglich für Gitarre in Begleitung einer Violine geschrieben. Da die Violinstimme aber recht bescheiden gehalten ist, liegt es nahe, die Sonate in einer Version für Gitarre solo aufzuführen. Mauro Giuliani stammte aus Süditalien und lebte ab 1806 in Österreich. Er zählte zu den bedeutendsten Gitarristen seiner Zeit und schuf zahlreiche anspruchsvolle Kompositionen für die damals als Soloinstrument immer beliebter werdende Gitarre. Sein schwungvolles Concerto Nr. 1 in A-Dur war vermutlich das erste Werk für Gitarre und Orchester überhaupt und wurde bei seiner Uraufführung 1808 in Wien begeistert aufgenommen. Concerto Italiano dauert etwa 45 Minuten und kann daher als Matinee oder Teil eines abendfüllenden Programms aufgeführt werden.

Programm:

  • Niccolò Paganini (1782-1840): Große Sonate in A-Dur op. 39
  • Mauro Giuliani (1781-1829): Konzert für Gitarre Nr. 1 in A-Dur, op. 30 Video/TV-Bericht

Farkas entdeckt Amerika

Foto Farkas entdeckt Amerika

Literatur mit Gitarrenbegleitung. Rezitation: Heidrun Samstag, seit 2013

Diese literarisch-musikalische Veranstaltung basiert auf dem Gedichtband Farkas entdeckt Amerika, in dem der Wiener Schauspieler und Kabarettist Karl Farkas mit schwarzem Humor seine Flucht vor dem Nazi-Regime über Marseille, Barcelona und Lissabon nach New York und sein dortiges Leben von 1938-46 beschreibt. Bis dahin auf zahlreichen Bühnen des deutschen Sprachraums ein gefeierter Star, war er in den USA weitgehend unbekannt, weswegen er sich nur schwer eine neue Existenz aufbauen konnte. Zudem litt er unter der Trennung von seiner Familie, die er in Österreich zurücklassen musste. In New York trat Farkas vor anderen Exilanten auf und fungierte als Script-Autor sowie Librettist, unter anderem schuf er gemeinsam mit Emmerich Kálmán und George Marion die Operette Marinka. Erst 1946 konnte Farkas wieder nach Wien zurückkehren und an seine einstigen Erfolge anknüpfen. Johanna Beisteiner, die in einem Antiquariat zufällig auf eines der noch wenigen erhaltenen Exemplare des 1942 in New York erschienenen Gedichtbandes gestoßen war, konzipierte mit der Wiener Schauspielerin Heidrun Samstag ein abendfüllendes, ironisches Veranstaltungsprogramm begleitet von Flamenco, Tango, Jazz sowie Musik von Schubert. Die beiden Künstlerinnen wollen auf ein unbekanntes, jedoch bedeutendes Werk eines großen Wieners aufmerksam machen.

Nacht in Granada

Gitarre solo, 2013-2015

Das Rezital besticht durch seinen Kontrast zwischen virtuosen Spannungen und gefühlvollen Impressionen. Neben bekannter spanischer, italienischer und österreichischer Musik des 19. Jahrhunderts sind zwei Besonderheiten zu hören: Gleich zu Beginn erklingt das vom Flamenco inspirierte Werk Nacht in Granada des russischen Komponisten Eduard Schafranski. Weiters präsentiert Johanna Beisteiner ihre erste Eigenkomposition nach Themen von Alexander Zemlinsky.

Programm:

  • Eduard Schafranski (1937-2005): Nacht in Granada
  • Franz Schubert (1797-1828)/arr. Mertz: Ständchen Video, Das Fischermädchen Video, Liebesbotschaft Video, Lob der Tränen Video, Die Post Video
  • Niccolò Paganini (1782-1840): Große Sonate in A-Dur op. 39
  • Johanna Beisteiner (*1976): Zemlinskys Nacht Video
  • Francisco Tárrega (1852-1909): Recuerdos de la Alhambra (Erinnerungen an die Alhambra) Video, Capricho árabe
  • Isaac Albéniz (1860-1909): Granada Video, Asturias Video, Sevilla op. 47

Arien und Tänze

Gitarre solo, 2010-2012

Von Vokalmusik und Tanzrhythmen inspirierte Solowerke verschiedener Epochen sind hier zu einer erlesenen Kollektion vereint. Dabei stellt Johanna Beisteiner auch neue Kompositionen vor, die Robert Gulya für sie kreiert hat.

Programm:

  • Fernando Sor (1778-1839): Variationen über ein Thema von Mozart, op. 9 Video
  • Heitor Villa-Lobos (1887-1959): Suite populaire brésilienne, W020
  • Robert Gulya (*1973): Fairy dance, Walzer
  • Francisco Tárrega (1852-1909): Maria (Gavotta), Marieta (Mazurka), La Traviata (nach G. Verdi) Video
  • Johann S. Bach (1685-1750): Chaconne in d-Moll, BWV 1004 Video
  • Mauro Giuliani (1781-1829): Rossiniana Nr. 1, op. 119 (nach G. Rossini) Video

Gitarre und Orchester

Photo Gitarre und Orchester

Johanna Beisteiner interpretiert unter anderem folgendes Repertoire für Gitarre und Orchester (alphabetisch nach Komponistennamen gelistet):

  • Johann S. Bach (1685-1750)/arr. Robert Gulya: Capriccio BWV 992 für Gitarre und Streichorchester
  • Mauro Giuliani (1781-1829): Konzert für Gitarre Nr. 1 in A-Dur, op. 30 Video/TV-Bericht
  • Robert Gulya (*1973):
    • Konzert für Gitarre und Orchester Video
    • Nussknacker-Variationen für Gitarre und Streichorchester
    • Der Milonguero und die Muse (Tango für Gitarre, Flöte und Streichorchester) Video
  • Reuben Pace (*1974):
    • Concertino für Gitarre, Cembalo und Orchester.
  • Joaquín Rodrigo (1901-1999): Concierto de Aranjuez
  • Antonio Vivaldi (1678-1741): Konzert in D-Dur für Gitarre, Streicher und Basso continuo, RV 93 Video

Kammermusik

Hier finden Sie eine Auswahl an kammermusikalischen Werken und Liedern aus dem Repertoire von Johanna Beisteiner (alphabetisch nach Komponistennamen gelistet):

  • Johann S. Bach (1685-1750): Sonate in e-Moll für Flöte und Basso Continuo, BWV 1034
  • Luigi Boccherini (1743-1805): Fandango-Quintett D-Dur für Gitarre und Streichquartett, G. 448
  • Anton Diabelli (1781-1858): Gran Sonata brillante für Gitarre und Klavier, op. 102 Video
  • Mauro Giuliani: Gran Duetto concertante für Flöte/Violine und Gitarre, op. 52
  • Robert Gulya (*1973): Capriccio für Gitarre und Klavier Video
  • Federico García Lorca (1898-1936): Canciones españolas antiguas für Gesang und Gitarre
  • Niccolò Paganini (1782-1840): Sonata concertata für Gitarre und Violine, op.61
  • Astor Piazzolla (1921-1992): Histoire du tango für Flöte/Violine und Gitarre
  • Carl Maria von Weber (1786-1826): Divertimento für Gitarre und Klavier, op. 38